ARCHIVIERTE NACHRICHTEN DES SCHÜTZENKREIS BIRKENFELD e.V.
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DER RUSCHBERGER GROSSKALIBERKÖNIG IST EIN WIEDERHOLUNGSTÄTER

RUSCHBERG: Zum 17. Mal wurde das Großkaliberkönigschießen des Schützenverein zu Ruschberg, das traditionell am letzten Septemberwochenende stattfindet, ausgetragen. Bei dieser Veranstaltung wird mit Großkalibrigen Pistolen auf einen Holzadler geschossen. Dieser ist aus dem vollen Material herausgesägt. Beim Königschießen mit dem Kleinkalibergewehr werden die Teile die vom Adler abgeschossen werden müssen nur mit wenigen Zapfen zusammengehalten.

Die Leitung des Schießens hatte auch dieses Mal wieder Sportleiter Peter Zwick. Er ist es auch, der die Idee zu dieser außergewöhnlichen Art des Königschießens im Verein etabliert hat. Nachdem die Teilnehmer in der Starterliste eingetragen waren eröffnete der Vorjahreskönig, Jörn Hirth, mit dem ersten Schuss den Wettkampf. Mit dem 142. Schuss fiel die erste Trophäe, die linke Schwinge, zu Boden. Abgefeuert hatte den glücklichen Schuss Andreas Worst. Er ist erst seit kurzer Zeit Mitglied im Verein und nahm daher erstmals an der Veranstaltung teil. Exakt die gleiche Anzahl Patronen wurde benötigt um dem königlichen Tier von Karl-Heinz Haas die rechte Schwinge abzutrennen. Das Zepter wurde beim 89. Schuss Karsten Hirth zuerkannt. Bereits mehrere Schüsse bevor die Trophäe endgültig abfiel war Jubel aufgebrandet. Das Teil war vollständig abgeklappt, blieb aber mit einer winzigen Faser am Rumpf hängen. Durch den überaus gelungenen Schuss von Hirth wurde bewiesen, dass beim Königschießen neben dem Glück auch ein gewisses Maß an Können vorhanden sein muss. Die letzte der Trophäen, der Reichsapfel, ging nach weiteren 59 Patronen in den Besitz von Rainer Raub über.

Jetzt stand nur noch die Ermittlung des Königs aus. Hierbei ist es notwendig den Rumpf des Adlers vollständig von der Stange zu schießen. Bereits nach 100 weiteren Schüssen wackelte das Zielobjekt erheblich. Es dauerte aber noch bis zum 120. Schuss, abgegeben von Hans-Josef Müller, damit der Rumpf, der Schwerkraft gehorchend, zu Boden fiel. Aufgrund der erheblichen Beschädigungen, die ihm im Verlauf der Veranstaltung zugefügt worden waren, zerbrach er dabei in zwei Teile. Dies schmälerte die Freude des Schützen genauso wenig wie die Tatsache, dass es bereits das vierte Mal war, dass Hans-Josef Müller die Königswürde zuteilwurde.

Insgesamt war mit 592 Patronen der unterschiedlichsten Kaliber etwas mehr Munition als im Vorjahr benötigt worden um den Schützenkönig zu ermitteln. Nachdem die Siegerehrung durchgeführt war ging man nahtlos zum geselligen Teil der Veranstaltung über. Dazu wurde, neben dem Fässchen Königspilsener, auch die von Claudia Zwick zubereitete Pizza genossen.

Von links: Karsten Hirth mit Zepter, Andreas Worst mit linker Schwinge, Schützenkönig Hans-Josef Müller, Karl-Heinz Haas mit rechter Schwinge, Rainer Raub mit Reichsapfel