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ZUM KÖNIGSCHIESSEN GEHÖRT NEBEN DEM KÖNNEN AUCH EINE GEHÖRIGE MENGE AN GLÜCK

Zum 18. Mal wurde das Großkaliberkönigschießen des Schützenvereins zu Ruschberg, das traditionell am letzten Septemberwochenende stattfindet, ausgetragen. Bei dieser Veranstaltung wird mit Großkalibrigen Pistolen auf einen Holzadler geschossen.

Nachdem die Teilnehmer in der Starterliste eingetragen waren wurde der Wettkampf eröffnet. Mit dem 160. Schuss fiel die erste Trophäe, die linke Schwinge, mit starker Verzögerung zu Boden. Die Folgeschützen hatten bereits Aufstellung genommen. Doch bevor ein weiter Schuss abgegeben worden war fiel die Schwinge, lediglich beeinflusst von Wind und Schwerkraft, doch noch zu Boden. Der glückliche Schütze war Andreas Linn. Wie um zu beweisen, dass diese Aktion kein Zufall war, schoss er auch gleich im Anschluss die rechte Schwinge nach weiteren 132 Schuss ab. Diesmal fiel die Trophäe ohne Verzögerung direkt nach dem Treffer. Der Reichapfel wurde nach weiteren 113 Patronen von Karl-Heinz Haas erfolgreich vom Rumpf getrennt. Die letzte offiziell vorgesehene Trophäe ging nach weiteren 115 Schuss an Timo Stotz.

Was jetzt folgte war die Jagd auf das eigentliche Ziel des Schießens, nämlich den Rumpf des Adlers von der Stang zu schießen und damit Schützenkönig zu werden. Man beschloss aber dem Wettkampf etwas mehr Spannung zu verleihen indem man den Schnabel des Vogels zu einer weiteren Trophäe erklärte. Den Schützen stand es frei sich an der Jagd auf den Schnabel zu beteiligen. Um sich beide Möglichkeiten, die des Schützenkönigs und die des Schnabelkönigs, zu erhalten nutzen die meisten Schützen eine Patrone für den König und eine für den Schnabel. Nach 102 Versuchen, ganz kurz vor dem Rumpf, fiel das Teil Timo Stotz zum Opfer. Dafür wurde er zur einer Getränkerunde für alle Teilnehmer verurteilt.

Beim 124. Folgeschuss war es dann soweit dass das völlig durchlöcherte Holztier zu Boden ging. Abgegeben hatten den glücklichen Schuss Karl-Heinz Haas dem damit die Würde des Großkaliberkönigs zuteilwurde. Für ihn ist dies bereits zum dritten Mal der Fall dass er zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle ist und nicht nur schießt, sondern auch optimal trifft.

Die glücklichen Sieger: Andreas Linn beide Schwingen, Timo Stotz Zepter und „Schnabelkönig“, Karl-Heinz Haas Reichsapfel und Großkaliberschützenkönig 2019

Obwohl 17 Personen an der Veranstaltung teilnahmen gingen alle Preise an nur drei Schützen. Dies beweist zum wiederholten Male, dass neben sportlichem Können auch ein gewisses Maß an Glück vonnöten ist um eines der begehrten Teile zu erringen. Insgesamt wurden 644 Patronen der unterschiedlichsten Kaliber benötigt. Wenn man die Munition die auf den Schnabel verwendet wurde abzieht, wurden in etwa gleich viele Versuche wie im Vorjahr für den Wettkampf benötigt.

Nachdem die Siegerehrung durchgeführt war ging man nahtlos zum geselligen Teil der Veranstaltung über. Dazu wurde, neben dem Fässchen Königspilsener, auch die vom Vorsitzenden André Haas, in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Lina, zubereitete Pizza genossen.

DER NEUE SCHÜTZENKÖNIG IN NOHEN HEIST ANDREAS LINN

Nohen: Bei strahlendem Sonnenschein fand das traditionelle Königschießen des SV Nohen am vorletzten Wochenende im August statt. Bereits um 10.00 Uhr fanden sich die gutgelaunten Schützen*innen am Schützenhaus ein. Die Ermittlung des neuen Schützenkönigs startete mit dem ersten Schuss des Amtsinhabers auf den Holzadler. Beim 67. Schuss, abgefeuert vom 2. Vorsitzenden Jörg Henning, sah sich der edle Vogel seines Zepters beraubt. Genau 116 Schuss später fiel der Reichsapfel, den sich Fabian Reidenbach mit dem 183. Schuss sichert.

Es folgten nun die Linke und Rechte Schwinge, die von Tobias Hamerlik und Ralf Kaucher mit dem 361. und 556. Schuss abgeschossen wurden. Nur 90 Schuss später sicherte sich Andreas Linn mit dem 646. Schuss die Krone, eine Kopfbedeckung, für die er später noch Verwendung finden sollte. Nachdem nun alle Trophäen gesichert waren, konnte man sich dem eigentlichen Objekt der Begierde – dem Königsadler – widmen. Zuvor jedoch musste das Tier noch seine Schwanzfedern lassen. Denn die Tradition in Nohen sieht vor, dass alle anwesenden Damen, diese Trophäe unter sich ausschießen müssen. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von nur einer Schützin, wurde jedoch entschieden, dass ausnahmsweise auch alle männlichen Schützen mitmachen dürfen. Es kam, wie es kommen musste: Wolfgang Schüssler sicherte sich mit dem 148. Schuss des Adlers unterster Teil des Federkleides und ersiegte sich so den zur allgemein guten Stimmung beitragenden Titel des „Schwanzkönigs“.

Nachdem nun hinreichend gelacht und geschmunzelt wurde, war es an der Zeit, sich wieder dem Ernst der Sache zuzuwenden und das Feuer auf den Adlerrumpf zu eröffnen. Nach nur 75 weiteren Schuss stand fest, Andreas Linn ist der neue Schützenkönig des SV Nohen, denn er brachte mit dem insgesamt 721. Schuss den edlen Adler zu Fall. Der Vorstand des SV Nohen beglückwünschte bei der Siegerehrung den König und alles seine Ritter... und auch der „Schwanzkönig“ von Nohen bekam seinen Orden.

Bild: Der Schützenkönig und seine Ritter v.l.n.r. Wolfgang Schüssler, Tobias Hamerlik, Jörg Henning, Andreas Linn, Fabian Reidenbach und Ralf Kaucher

Das es sich bei dem Königschießen um eine rundum gelungene Veranstaltung handelte, war aber nicht nur den 17 Teilnehmern*innen geschuldet. Vielmehr trug ein Orga-Team mit Speis und Trank zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Diesem dankte der Vorstand des SV Nohen ganz besonders. Es sind die vielen kleinen Helfer im Hintergrund, die eine Zusammenkunft erst zu einem Event werden lassen, so der erste Vorsitzende Robert Wobito.

Bild: Der Vorstand und seine Helfer v.l.n.r.: Elke Wobito, Jörg Henning, Tobias Hamerlik, Robert Wobito, Ulrike Tzschoppe und Jürgen Orth.

Bericht / Bilder: Bodo Kirsch