DIE ZWEI TOP NACHRICHTEN DES SCHÜTZENKREIS BIRKENFELD e.V.
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Hier findet Ihr immer die zwei neuesten Nachrichten, die uns aus unserem Schützenkreis erreichen.
Die "Älteren" findet Ihr im Archiv.

Erfolgreicher Sachkundelehrgang für den Umgang mit Schusswaffen beim Schützenverein zu Ruschberg

Ruschberg: Damit Bürger legal Schusswaffen erwerben können sind vom Gesetzgeber hohe Hürden vorgesehen worden. Dazu muss man zunächst für mindestens ein Jahr Mitglied in einem anerkannten Schützenverein sein und regelmäßig am Training teilnehmen. Selbstverständlich muss man volljährig und unbescholten, sprich zuverlässig sein. Zudem sind in einem zwanzig Stunden dauernden Lehrgang, mit abschließender Prüfung, grundlegende Kenntnisse nachzuweisen.

Bei einem solchen wurden 12 Teilnehmer, in den Räumlichkeiten des Schützenverein zu Ruschberg, von Bodo Kirsch und Hans-Josef Müller in den gesetzlichen Vorgaben unterwiesen. Das Unterrichtsprogramm ist hierbei im Waffengesetz genau geregelt. Es müssen Kenntnisse die mit dem Erwerb, dem Transport, dem Umgang und der Lagerung zusammenhängen vermittelt werden. Auch muss gelehrt werden wie die einzelnen Waffen mit ihrer zugehörigen Munition funktionieren und welchen Gefahren durch unsachgemäßen Umgang verursacht werden können. Neben den theoretischen Kenntnissen müssen Fertigkeiten im sicheren Umgang mit Schusswaffen in einem praktischen Teil des Lehrgangs nachgewiesen werden. Wenn all dies der Kreisverwaltung, in Person von Carsten Merker, in der Prüfung nachgewiesen wurde wird dem Teilnehmer bescheinigt, dass er die Sachkunde besitzt um Waffen erwerben zu dürfen.

Bild: Die erfolgreichen Lehrgangsteilnehmer mit ihren Ausbildern und den Vertretern der Kreisverwaltung Birkenfeld

Außer einer Frau nahmen an diesem Lehrgang nur Männer teil. Deren Alter erstreckte sich von Mitte zwanzig bis über sechzig. Dass niemand das Ausbildungsziel verfehlte ist mit ein Beleg dafür, dass hier eine fundiert Ausbildung stattgefunden hat. Mit der Übergabe der Lehrgangszeugnisse durch den Lehrgangsleiter Bodo Kirsch ist für die erfolgreichen Teilnehmer ein weiterer, entscheidender Schritt zum Besitz eigener Schusswaffen getan. Darüberhinaus ist die erfolgreich bestandene Waffensachkundeprüfung die erste Station um leitende Funktionen in schießsportlichen Vereinigungen ausüben zu können. Darunter fallen z.B. die Standaufsicht und die C-Trainer Lizenz. Beides sind wichtige Positionen der sportlichen Aus- und Fortbildung, wie auch im täglichen Trainings- und Wettkampfbetrieb eines Schützenvereins.

NÄCHSTER LEHRGANG: 14. / 15. März 2020 (Unterricht) und 21. März 2020 (Prüfung) in den Räumlichkeiten des SV zu Nohen.

ZUM KÖNIGSCHIESSEN GEHÖRT NEBEN DEM KÖNNEN AUCH EINE GEHÖRIGE MENGE AN GLÜCK

Zum 18. Mal wurde das Großkaliberkönigschießen des Schützenvereins zu Ruschberg, das traditionell am letzten Septemberwochenende stattfindet, ausgetragen. Bei dieser Veranstaltung wird mit Großkalibrigen Pistolen auf einen Holzadler geschossen.

Nachdem die Teilnehmer in der Starterliste eingetragen waren wurde der Wettkampf eröffnet. Mit dem 160. Schuss fiel die erste Trophäe, die linke Schwinge, mit starker Verzögerung zu Boden. Die Folgeschützen hatten bereits Aufstellung genommen. Doch bevor ein weiter Schuss abgegeben worden war fiel die Schwinge, lediglich beeinflusst von Wind und Schwerkraft, doch noch zu Boden. Der glückliche Schütze war Andreas Linn. Wie um zu beweisen, dass diese Aktion kein Zufall war, schoss er auch gleich im Anschluss die rechte Schwinge nach weiteren 132 Schuss ab. Diesmal fiel die Trophäe ohne Verzögerung direkt nach dem Treffer. Der Reichapfel wurde nach weiteren 113 Patronen von Karl-Heinz Haas erfolgreich vom Rumpf getrennt. Die letzte offiziell vorgesehene Trophäe ging nach weiteren 115 Schuss an Timo Stotz.

Was jetzt folgte war die Jagd auf das eigentliche Ziel des Schießens, nämlich den Rumpf des Adlers von der Stang zu schießen und damit Schützenkönig zu werden. Man beschloss aber dem Wettkampf etwas mehr Spannung zu verleihen indem man den Schnabel des Vogels zu einer weiteren Trophäe erklärte. Den Schützen stand es frei sich an der Jagd auf den Schnabel zu beteiligen. Um sich beide Möglichkeiten, die des Schützenkönigs und die des Schnabelkönigs, zu erhalten nutzen die meisten Schützen eine Patrone für den König und eine für den Schnabel. Nach 102 Versuchen, ganz kurz vor dem Rumpf, fiel das Teil Timo Stotz zum Opfer. Dafür wurde er zur einer Getränkerunde für alle Teilnehmer verurteilt.

Beim 124. Folgeschuss war es dann soweit dass das völlig durchlöcherte Holztier zu Boden ging. Abgegeben hatten den glücklichen Schuss Karl-Heinz Haas dem damit die Würde des Großkaliberkönigs zuteilwurde. Für ihn ist dies bereits zum dritten Mal der Fall dass er zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle ist und nicht nur schießt, sondern auch optimal trifft.

Die glücklichen Sieger: Andreas Linn beide Schwingen, Timo Stotz Zepter und „Schnabelkönig“, Karl-Heinz Haas Reichsapfel und Großkaliberschützenkönig 2019

Obwohl 17 Personen an der Veranstaltung teilnahmen gingen alle Preise an nur drei Schützen. Dies beweist zum wiederholten Male, dass neben sportlichem Können auch ein gewisses Maß an Glück vonnöten ist um eines der begehrten Teile zu erringen. Insgesamt wurden 644 Patronen der unterschiedlichsten Kaliber benötigt. Wenn man die Munition die auf den Schnabel verwendet wurde abzieht, wurden in etwa gleich viele Versuche wie im Vorjahr für den Wettkampf benötigt.

Nachdem die Siegerehrung durchgeführt war ging man nahtlos zum geselligen Teil der Veranstaltung über. Dazu wurde, neben dem Fässchen Königspilsener, auch die vom Vorsitzenden André Haas, in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Lina, zubereitete Pizza genossen.